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Businessanzüge

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Businessanzüge – Uniform oder Statement?

In vielen Büros herrscht heutzutage kein Anzug- und Krawatten-Zwang mehr. Je nach Branche und Hierarchiestufe ist es dennoch angebracht, eine gewisse Etikette beim Kleidungsstil zu wahren. Für Anlässe wie Geschäftsverhandlungen und Bewerbungsgespräche oder in bestimmten beruflichen Positionen ist ein Businessanzug für den Herrn unverzichtbar. Das Geschäftsmäßige kommt dabei in betonter Schlichtheit und Makellosigkeit zum Ausdruck. Viel Schmuck und Extravaganzen passen nicht in dieses seriöse Metier. Im Management, in der Politik, bei Vertretern und Beratern und in vielen kaufmännischen und juristischen Berufen gelten Businessanzüge als quasi uniforme Pflichtkleidung.


Der klassische Businessanzug mit Krawatte

Bis ins 18. Jahrhundert demonstrierten Männer ihre Macht unter anderem mit ausgefallener, farbenprächtiger Kleidung. Der Geschmack und die Mode änderten sich erst, als der Adel im Zuge der französischen Revolution die beim Volk verhassten aristokratischen Kleidungsstile aufgab. Man begann, sich nach der sportlichen Manier der wohlhabenden Schichten Englands zu kleiden. Die klassische Kombination aus langer Hose, Sakko, ggf. Weste, langärmeligem Hemd und Krawattesoll auf George Bryan Brummell, genannt Beau, zurückgehen. Brummell zog das Understatement dem übermäßig verzierten Look vor. Kleidung aus guten, dunklen Stoffen, körperbetont geschnitten und mit allem Nötigen ausgestattet aber ohne Schmuck huldigte dem erstarkenden Puritanismus. Als Businessanzug hat sich dieser Stil bis heute erhalten.

In der weltweit anerkannten Kleiderordnung gelten für Businessanzüge bestimmte Kriterien. Das betrifft neben der Zusammenstellung der Kleidungsstücke auch deren Beschaffenheit, die Farbtöne, teilweise auch die Schnitte und die Kombinationsmöglichkeiten.

  • Der klassische Businessanzug besteht aus einer langen Hose, einem Sakko (auch Jackett genannt), häufig aber nicht zwingend mit einer Weste dazu. Alle zum Anzug gehörigen Kleidungsstücke bestehen aus dem gleichen Oberstoff, was den uniformen Eindruck entstehen lässt.
  • Als Stoffe werden feine Wollgewebe bevorzugt, meist mit synthetischer Beimischung. Es gibt verschiedene Tuchqualitäten (Gewicht), die den Anzug an die Gegebenheiten der Jahreszeit und Raumtemperatur anpassen – schließlich soll man darin arbeiten können. Baumwolle und Leinen sind im Sommer angenehmer, knittern aber zu schnell. Besonders edle Stoffe aus Seide oder Seidenmischungen, wie sie zum Beispiel für Designer Anzüge verwendet werden, eignen sich nur bedingt, da der Glanzeffekt des Stoffs als aufdringlich empfunden werden kann.
  • Typische Farben für Businessanzüge sind Schwarz, Anthrazit und Grauvarianten und dunkle Blautöne. Braun und Beige werden als weniger seriös wahrgenommen, besonders im angelsächsischen Raum. Grün und Rot eignen sich nicht, genauso wie alle anderen kräftigen und hellen Farben. Der Stoff kann kleinformatig gemustert sein. Klassisch sind Nadelstreifen, ansonsten sind Webmuster in der Stoffstruktur angemessen. Passend dazu wird das langärmelige Hemd in einem hellen, neutralen Ton gewählt (ggf. mit sachlichem Muster).
  • Modische Schnitte, z. B. Slim Fit, sind möglich, wenn sie nicht zu extravagant wirken. Das Sakko sollte am Handgelenk kurz oberhalb des Hemdärmels enden, und im Schulter- und Bauchbereich darf es nicht zu sehr spannen. Zwei oder drei Jackett-Knöpfe sind üblich, ggf. auch doppelt als Zweireiher angeordnet. Der Hosenbund sollte dicht anliegen, aber nicht einengen. Der Hosensaum muss im Stehen bis auf etwa einen halben bis einen Zentimeter oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes reichen.
  • In Kombination zum Businessanzug trägt man hochwertige Halbschuhe und Gürtel in schlichten Designs. Schwarz passt immer, zu braunen und blauen Anzügen passen auch Brauntöne. Dunkle Kniestrümpfe oder Socken werden farblich abgestimmt und sollten so lang sein, dass beim Sitzen keine Haut zu sehen ist.
  • Farbige und modische Akzente setzt man mit Krawatten (in seltenen Fällen mit dem passenden Einstecktuch). Hier sind zeitgenössische Breiten und Formen sowie Muster erlaubt, solange sie nicht zu verspielt wirken. Die Farben der Krawatte sollten auf Anzug- und Hemdfarbe abgestimmt sein. Schwarz ist jedoch Trauerfällen im engeren Umfeld vorbehalten.

Casual Varianten für Businessanzüge

Die Kleidervorschriften haben sich in den meisten Büros gelockert. Für ein gewisses Maß an Seriosität, besonders im Kunden- und Geschäftskontakt, ist der Businessanzug immer noch das beste Etikett. Die klassische Kombination aus Hose und Sakko (und Weste) kann aufgelockert werden, indem man sie statt mit einem hellen Hemd mit passendem Poloshirt, Pullover oder sogar T-Shirt trägt. Die Krawatte fällt dann automatisch weg. Umgekehrt erhalten edle Jeans, kombiniert mit Hemden und Sakkos – je nach Branche – einen glaubwürdigen Anschein von Geschäftsmäßigkeit.

Generell machen ein gepflegtes Äußeres und glatte, saubere Kleidung schon viel im Business aus. Dazu zählt auch, dass man sich nicht mit Schmuck und vielen verschiedenen Farben überlädt. Mit gut geschnittenen Businessanzügen machen Sie alles richtig. Auch Casual-Varianten strahlen noch einen gewissen Stil aus und setzen ein Statement.

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